Pro-Kopf-Verschuldung gesunken

Von 439 Euro im Vorjahr auf 420 Euro – Weit unter Landesdurchschnitt

Straubing-Bogen. (sus) Vielerorts drücken steigende Sozialhilfe-Ausgaben auf die kommunalen Kassen und erschweren notwendige Infrastruktur-Investitionen – und wie sieht es im Landkreis aus? Positiv: Hier sind die Schulden der kommunalen Kernhaushalte zuletzt gesunken. Nach Zahlen des Landesamtes für Statistik starteten die Gemeinden im Kreis Straubing-Bogen mit 41,19 Millionen Euro Schulden ins laufende Jahr. Das waren 1,55 Millionen Euro weniger (minus 3,6 Prozent) als im Vorjahr.

Pro Kopf ergab das für den Kreis Straubing-Bogen zuletzt eine Verschuldung von 420 Euro (Vorjahr: 439 Euro). Damit lag man unter dem Landesdurchschnitt von 842 Euro und belegte unter allen 96 Städten und Landkreisen Bayerns den 18. Platz. Spitzenreiter im Sinne einer geringen Pro-Kopf-Verschuldung war Schweinfurt (16 Euro pro Kopf). Die höchste Pro-Kopf-Verschuldung wies demgegenüber die Stadt Passau (3 001 Euro) auf.

Landkreis voll im Trend: Schulden reduziert

Landesweit betrachtet lag der Kreis Straubing-Bogen mit seinem Schuldenminus voll im Trend: Denn die Gemeinden in ganz Bayern reduzierten den Schuldenstand ihrer Kernhaushalte gegenüber dem Vorjahresstichtag 31. Dezember 2013 um rund 121 Millionen auf 10,7 Milliarden Euro. Nicht enthalten in diesen Zahlen sind allerdings die Schulden der Extrahaushalte und sonstigen öffentlichen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen (FEU), an denen die Kommunen beteiligt sind.

Keine statistischen Daten zu den Eigenbetrieben

Um die aktuelle Schuldenentwicklung besser beurteilen zu können, müssen demnach die Schulden der Gemeinden (ohne Gemeindeverbände) und die ihrer Eigenbetriebe zusammengezählt werden. Was Bayern betrifft, kommen da für das Jahr 2014 rund 14,7 Milliarden Euro im öffentlichen Gesamthaushalt zusammen. Gegenüber dem Vorjahr mit einem damaligen Schuldenstand in Höhe von 14,9 Milliarden ist das ein Rückgang um 0,8 Prozent. Da es für den Kreis Straubing-Bogen keine statistischen Daten zur Schuldenentwicklung der Eigenbetriebe beziehungsweise der FEUs gibt, schlagen hier insgesamt 41,19 Millionen Euro kommunale Schulden zu Buche (Vorjahr: 42,75 Millionen Euro). Damit ist dieser Bereich letztes Jahr um 3,6 Prozent gesunken.

Konkret sah es ein Jahr zuvor noch so aus, dass rund 42,75 Millionen Euro Schulden bei den Kernhaushalten zusammenkamen. Geht man noch ein Jahr zurück, so lag Ende Dezember 2012 die entsprechende kommunale Schuldensumme bei 43,63 Millionen Euro. Nur zum Vergleich: Zum Jahresende 1991 belief sich der Schuldenstand der Kernhaushalte auf zusammen rund 41,99 Millionen Euro.

Bogener Zeitung, 26.10.2015

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