Ewald Seifert führt die CSU-Kreistagsfraktion

Harmonische Wahlen: „Landkreis braucht Sacharbeit und keinen Dauerstreit“

 

Bei der konstituierenden Sitzung am vergangenen Wochenende wurde im Landratsamt Straubing-Bogen die neue Führung der CSU-Kreistagsfraktion gewählt. Für die kommenden fünf Jahre stellten die 29 CSU-Kreisräte Ewald Seifert an ihre Spitze. Von 2008 bis 2014 war er bereits Fraktionschef und wurde dann zum stellvertretenden Landrat bestimmt. Nach der Wiederholung der Kreistagswahl vor wenigen Wochen übernahm er nun in stürmischer Zeit erneut das Ruder der Fraktion. Erwin Kammermeier aus Geiselhöring steht als erster Vize an seiner Seite.

 

Zu weiteren Stellvertretern wurden die beiden Bürgermeister Wolfgang Zirngibl (Ascha) und Wolfgang Frank (Leiblfing) bestimmt. Einig waren sich die CSU-Kreisräte in ihrem Aufruf an die anderen Parteien, zur Sacharbeit zurückzukehren.

CSU-Kreisvorsitzender Josef Zellmeier würdigte Erwin Kammermeier für die Führung der Fraktion im vergangenen Jahr, die beileibe nicht einfach gewesen sei. Lob gab es auch für dessen großes Verhandlungsgeschick bei der Konstituierung des neuen Kreistages. Die Fraktion nahm Kammermeiers Verzicht auf eine erneute Kandidatur für den Fraktionsvorsitz zugunsten von Ewald Seifert wohlwollend zur Kenntnis. Mit dem Oberschneidinger kehrt ein langjähriger und erfahrender Vorsitzender an die Spitze der größten Fraktion im Kreistag zurück. Er ist seit 19 Jahren Mitglied des Gremiums und seit 13 Jahren Bürgermeister seiner Heimatgemeinde. In den Fraktionsvorstand wurden kraft Amtes MdB Alois Rainer, MdL und CSU-Kreisvorsitzender Josef Zellmeier, Bezirkstagsvizepräsident Franz Schedlbauer, Landrat Josef Laumer und seine Stellvertreterin Barbara Unger berufen. Komplettiert wird die Fraktionsspitze durch die drei Beisitzer Bürgermeister Karl Wellenhofer (Mallersdorf-Pfaffenberg), Bürgermeister Anton Piermeier (Sankt Englmar) und JU-Kreisvorsitzender Andreas Aichinger.

Haushalt beraten

Im Rückblick auf die erste Kreistagssitzung stellten die Verantwortlichen der CSU-Kreistagsfraktion fest, dass die Zusammenarbeit mit der FDP fair und demokratisch vorbereitet wurde. Nachdem die Fraktionen der Freien Wähler, SPD/Grüne und ÖDP/PU alle Gesprächsangebote der CSU abgelehnt hatten, müssten sie sich das Ergebnis selbst zuschreiben. Denn die CSU habe mit 47,1 Prozent zwar die Mehrheit verloren, sei jedoch mit großem Abstand die stärkste Partei geblieben. Die Vierparteien-Koalition gegen die CSU und den amtierenden Landrat Josef Laumer sei von Anfang an brüchig und hoch riskant gewesen, betonte Kreisvorsitzender Zellmeier, und hätte deshalb dem Landkreis geschadet.

Politik wirft Früchte ab

Weil der Landkreis keinen Dauerstreit brauchen könne, gingen die CSU-Kreisräte nun sofort zur Beratung der anstehenden Themen über. Den Schwerpunkt bildete dabei der Kreishaushalt 2015. Dabei zeigte sich, dass die von der CSU seit vielen Jahren vorangetriebene, sehr solide Finanzpolitik jetzt ihre Früchte abwirft. „Denn auch in Zukunft wird es keine Neuverschuldung geben und die Tilgung der alten Lasten wird konsequent fortgesetzt. Damit schaffen wir die nötigen Spielräume für die Zukunft unserer Kinder“, fasste Fraktionsvorsitzender Seifert den Kurs der CSU zusammen.

Bogener Zeitung, 21.03.2015, jz

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