MdB Ernst Hinsken gibt Kreisvorsitz ab

MdB Ernst Hinsken gibt Kreisvorsitz ab

CSU-Kreisvorstand tagte - Neuwahlen vorbereitet - Energiewende mit Bedacht

Straubing-Bogen. (fo) "Den erneuerbaren Energien gehört die Zukunft", ist sich der noch amtie­rende CSU-Kreisvorsitzende MdB Ernst Hinsken sicher. "Wir betrei­ben ernsthaft den Umstieg und ar­beiten an einem Konzept für die künftige Energieversorgung Deutschlands. Der Bundestag wird deshalb den beschleunigten Umstieg im Juni gesetzlich regeln", sagte Hinsken bei der jüngsten Sitzung des CSU-Kreisvorstandes im Gast­haus Krinner in Oberschneiding. Die Vorbereitung der Kreisvertreterversammlung mit Neuwahlen stand ebenso auf der Tagesordnung wie Berichte der Mandatsträger.

"Es ist für mich die letzte Sitzung des CSU-Kreisvorstandes unter meiner Leitung, denn nach 27 Jah­ren als Vorsitzender werde ich mich nicht mehr zur Wahl stellen", er­klärte MdB Ernst Hinsken. Die Wahl zum neuen Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses des Deut­schen Bundestages dürfe wohl als Krönung von Hinskens parlamenta­rischer Arbeit betrachtet werden, merkte MdL Josef Zellmeier, stell­vertretender Kreisvorsitzender, an und gratulierte zusammen mit den weiteren Stellvertretern, Barbara Unger, Franz Schedlbauer und Ewald Seifert mit einem Blumen­strauß.

Schrittweiser Ausstieg

Zur aktuellen Diskussion zum Umstieg auf erneuerbare Energien merkte der Bundestagsabgeordnete an, dass der Ausstieg aus der Kern­kraft geordnet und schrittweise er­folgen müsse. Die Frage, ob der Strombedarf auch bei einem Aus­stieg aus der Kernenergie gedeckt sein wird, schnitt MdL Josef Zellmeier an. In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass bereits Strom aus dem Ausland für Bayern gekauft werden musste, unter ande­rem auch aus dem benachbarten Tschechien. "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in eine Abhängigkeit geraten, die uns teuer zu stehen kommt", warnte der Landtagsabge­ordnete.

Landrat Alfred Reisinger sprach "unseren Bedarf an weiteren Poli­zeistellen gerade für Mallersdorf­Pfaffenberg" an. Wenn demnächst 1000 Polizeistellen in Bayern neu geschaffen werden sollen, "dann müssen wir im Landkreis unbedingt berücksichtigt werden, um den bis­herigen Notbehelf abbauen zu kön­nen", forderte er. Franz Schedlbau­er, Vizepräsident des niederbayerischen Bezirkstages, sprach sich en­gagiert für den Erhalt der regiona­len Planungsverbände aus. Außer­dem sehe er in der geplanten Umset­zung der Inklusion große Probleme auf die Bezirke zukommen, "weil sie bestehende Behinderteneinrichtun­gen gefährdet und mit ungeahnten Kosten verbunden ist".

Platz machen für Jüngere

Der Vorsitzende der CSU-Kreis­tagsfraktion, Ewald Seifert, äußerte Bedenken hinsichtlich einer Senkung des Rentenbeitrages. Kreis­vorstandsmitglied Karl Lausser als Wirtschaftsvertreter wies darauf hin, "dass Betriebe große Probleme bekommen, wenn sie sich einseitig auf Zulieferung gerade in der Automobilbranche verlassen". Zur wirt­schaftlichen Absicherung gehörten "mehrere Standbeine, auf denen man stehen soll".

Zur Vorbereitung der Kreisver­treterversammlung mit Neuwahlen am Mittwoch, 1. Juni, erstellte der Kreisvorstand ein umfangreiches Konzept. Bei dieser Versammlung wird Ernst Hinsken als Kreisvorsitzender, wie er bereits im vergange­nen Herbst bei einer Klausur des Kreisvorstandes angekündigt hat, nicht mehr kandidieren. "Wir haben in unserem Kreisverband viele jun­ge, aktive Politiker und Politikerin­nen, die ihre Ideen und Anregungen für die Partei umsetzen können". begründete Hinsken. Er selbst wolle sich "verstärkt den herausfordern­den Aufgaben in Berlin widmen".

Straubinger Tagblatt, 24.5.2011


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