Ortsvorsitzendenkonferenz der CSU - MdB Ernst Hinsken: "Sparen ja, aber ausgewogen"

"Christian Wulff ist der richtige Mann" - Ortsvorsitzendenkonferenz der CSU - MdB Ernst Hinsken: "Sparen ja, aber ausgewogen"

"Wir haben den richtigen Kandidaten für dieses wichtige Amt". Bei der Ortsorsitzendenkonferenz der CSU Straubing-Bogen gab sich Kreisvor­sitzender Ernst Hinsken, MdB, überzeugt, dass die Wahlmänner der Union und deren Koalitionspartner am 30. Juni mit Christian Wulff den richtigen Mann zum Bundespräsi­denten wählen werden.

Die etwa 60 Vertreter der CSU-Basis waren sich ebenso einig, dass die Sparmaßnah­men zur Konsolidierung der öffent­lichen Haushalte oberste Priorität hätten, ohne aber auf die notwendi­gen Investitionen in Bildung und Forschung zu verzichten.

Im idyllisch gelegenen Waldgast­hof Stompe in Mitterfels ergriff Hinsken Gelegenheit, den CDU/CSU/FDP-Kandidaten für das Bun­despräsidentenamt, den niedersäch­sischen Ministerpräsidenten Wulff, als .Brückenbauer" und Generatio­nen übergreifenden "Mann des Aus­gleichs" vorzustellen.

Die Krise habe für viele negative Schlagzeilen gesorgt. "Dass sich aber auch vieles zum Besseren ge­wandt habe, bleibt dabei leider auf der Strecke", meinte der CSU­ Kreisvorsitzende. So war die Ar­beitslosenquote im Mai so niedrig wie zuletzt im Mai 1992.

Auf Ausgewogenheit achten

Der Union liege bei allen Einspa­rungen die soziale Ausgewogenheit am Herzen. "Die Wirtschaft ist es, die den Großteil des Sparaufkom­mens aufbringt", erklärte Hinsken, sei es in Form von Subventionsab­bau, der Streichung von Steuerver­günstigungen für Großunternehmen oder auch die Zusatzabgabe für Kernkraftwerksbetreiber und die neue Luftverkehrsabgabe. Doch komme man nicht daran vorbei, dass alle Ressorts ihren Anteil leisten müssten. So seien auch maßvolle Kürzungen im Bereich Familien- ­und Sozialpolitik unausweichlich.

Die CSU-Ortsvorsitzenden nutz­ten die Konferenz, um die Auswir­kungen von Wirtschaftskrise und Sparpaket auf die kommunale Ebe­ne und etliche Probleme direkt vor der Haustüre anzusprechen. Bürger­meister Anton Drexler (WiesenfeI­den) etwa verwies darauf, in ver­nünftigem Sparen und notwendi­gem Investieren keinen Wider­spruch zu sehen. Kreisrat Karl Lausser bemängelte zunehmende Bildungsdefizite bei Bewerbern um

Ausbildungsplätze und plädierte insgesamt für eine größere Würdi­gung der Leistungen des Mittelstan­des, gerade in Zeiten der Krise. Und Kirchroths Bürgermeister Josef Wallner forderte vehement Auslich­tungsmaßnahmen im wild wuchern­den Bürokratie-Dschungel, durch den sich Kommunen immer noch zu kämpfen hätten.

Bundeswehr "existenziell"

Zur derzeitigen Debatte um die Wehrpflicht und die Strukturreform der Bundeswehr generell - laut Be­zirksrat Franz Schedlbauer für un­sere Region "ein existenzielles The­ma" - betonte Hinsken, dass er selbst für die Beibehaltung der Wehrpflicht sei und alles tun werde, um die Bundeswehrstandorte in sei­nem Wahlkreis auch unter den neu­en Umständen zu halten.

Des Weiteren kündigte Hinsken eine Klausurtagung des CSU-Kreis­verbandes im Vorfeld des großen CSU-Parteitags Ende Oktober an.

Bei der Konferenz lieferten die Vorsitzenden der Arbeitsgemein­schaften und -kreise der Landkreis­-CSU Arbeitsberichte ab, darunter Altbürgermeister Max Löw für die Senioren-Union, Norbert Buchner für die AG Landwirtschaft, stellver­tretender Landrat Josef Laumer für den AK Umweltsicherung und Lan­desentwicklung, Kreisrat Alois Rai­ner für die Mittelstandsunion und Herbert Lichtinger für die laut Hinsken "allerbeste" Junge Union im ganzen Wahlkreis. Das mache mehr als deutlich, in welch immen­ser thematischen Vielfalt und gesell­schaftlichen Breite die CSU im Landkreis aufgestellt sei, so Hin­sken sichtlich erfreut.

Genauso stolz zeigte sich der Bun­destagsabgeordnete über die famose Allkofener Leistung im Rahmen der jüngsten Mitgliederwerbeaktion der CSU. Als Dankeschön für 23 über­wiegend junge Neuzugänge - mehr als eine Verdoppelung der Mitglie­derzahl - überreichte er dem seit 28 Jahre amtierenden, immer noch un­ermüdlichen Ortsvorsitzenden Josef Schweiger einen Bildband des Bun­destages sowie einen echt bajuwari­schen Porzellanlöwen. Schweiger landete damit auf Platz 6 in Bayern. Zur Belohnung wird er im Juli mit neun seiner Mitglieder einen Hüt­tenabend im bayerischen Oberland mit CSU-Generalsekretär Alexan­der Dobrindt und dessen Stellver­treterin Dorothee Bär verbringen dürfen.


Bericht und Bild : Straubinger Tagblatt, 26.6.2010 (rg), Bild R.Graf

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