MGR-Sitzung am 14. Dezember 2017

Marktgemeinderats-Sitzung am Donnerstag, den 14. Dezember 2017 um 18:00 Uhr

Öffentliche Sitzung:

  1. Aussprache und Information zur Rathaussanierung (Hierzu stehen die beauftragten Projektanten sowie das Architekturbüro zur Aussprache zur Verfügung)
  2. Diskussion über Sanierung der Grund- und Mittelschule im Nachgang zum stattgefundenen Ortstermin

Markt­rä­te käm­pften um Ein­spa­run­gen - 5,7 Mil­lio­nen Eu­ro für Schul­sa­nie­rung ste­hen im Raum – Markt­rat tag­te


Mitterfels. (erö) Noch kurz vor dem Jahresende fand eine Sondersitzung des Marktgemeinderates unter der Leitung von Bürgermeister Heinrich Stenzel zum Thema „Energetische Sanierung Rathaus“ sowie „Sanierung der Grund- und Mittelschule“ statt. Dazu hatte Architekt Roland Adt ein umfangreiches Zahlenwerk vorgelegt und erläuterte die verschiedenen Posten und die Einsparmöglichkeiten.
Bezuschusst werden soll das Projekt Rathaussanierung über KIP (Kommunales Investitionsprogramm), allerdings sind die Kosten mit einem Festbetrag von 366 000 Euro gedeckelt. Die vorläufige Gesamtsumme der Maßnahme beläuft sich auf 846 500 Euro, davon sind als Nebenkosten 122 800 Euro ausgewiesen. Die neue Nahwärmeleitung (Kosten 180 000 Euro) ist bereits installiert. Auch das Burgmuseum ist angeschlossen. Die Sanierung des Rathauses mit der Heizung, Fenstern, Beleuchtung sowie der energetischen Sanierung des Dachbodens läuft über das KIP-Programm, sagte Stenzel. Die größten Posten der Rathaussanierung sind Baumeisterarbeiten in Höhe von 69 000 Euro und beinhalten unter anderem die energetische Sanierung von Fenstern und Türen sowie die Dämmung der Heizkörper. Der Rückbau der Kamine und ein neuer Außenputz werde wohl dem Rotstift zum Opfer fallen müssen, betonte Stenzel. Ein wichtiges Thema ist der Brandschutz. Deshalb soll eine Rauchmeldeanlage installiert werden.
Isolierung für Dachgeschoss

Ein weiterer großer Posten sind die Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten mit Wärmedämmung und Isolierung des Dachgeschosses, die mit 48000 Euro ausgewiesen sind. Hier könnten Eigenleistungen des Bauhofes Kosten sparen, meinte Adt. Das Mobiliar ist Sache der Verwaltungsgemeinschaft mit den drei Gemeinden Ascha, Haselbach und Falkenfels, die für die Nutzung des Rathauses Miete bezahlen. Eine Mieterhöhung steht an, da die Miete seit 40 Jahren nur unerheblich gestiegen sei, so Stenzel. In der Januarsitzung des Gemeinderates muss die Ausschreibung erfolgen, betonte Stenzel. Bis dahin erwarten die Gemeinderäte von Architekt Adt eine detaillierte Aufstellung der Einsparmöglichkeiten bei den nicht förderfähigen Posten. Im Januar sollte der Antrag auf Sanierung der Grund- und Mittelschule gestellt werden, mahnte Stenzel. Derzeit stehen 5,7 Mio Euro im Raum, wovon 3,8 Mio auf die Marktgemeinde entfallen und 1,9 Mio Zuschuss zu erwarten sind. Die Angebote der Unternehmer sind „die großen Unbekannten“. Stenzel mahnte zur Sparsamkeit, weil jede Verzögerung das Projekt verteuere. Adt stellte Einsparmöglichkeiten vor beispielsweise am Gebäude von 1981 in Höhe von 95 700 Euro. Diskutiert wurde über die Ausführung des Anbaus für Verwaltung und Bücherei in Holz- oder Massivbauweise für das Dachgeschoss.
Anbau in Holzbauweise?

Die Meinungen waren geteilt, die Einsparung gegenüber einer Massivbauweise würde knapp 90 000 Euro betragen. Man entschied sich, einen Kostenvoranschlag für einen Vollholzbau einzuholen. Keine Diskussion gab es über die Kosten der Unterkellerung für Archiv und Lehrmittelraum, damit der Judoraum erhalten bleiben kann. „Das ist vom Tisch“. Für die Außenanlagen sind laut Adt Einsparungen von 100 000 Euro möglich, für Abbrucharbeiten 25 000 Euro, für Mobiliar 45 000 Euro sowie für Archiv und Lehrmittelraum 51 408 Euro. In der nächsten Gemeinderatsitzung müsse die Entscheidung fallen, damit die Ausschreibung erfolgen kann, erklärte Stenzel.