MGR-Sitzung am 09. Juni 2016

Sitzung des Marktgemeinderates am Donnerstag, den 09. Juni 2016 um 19:30 Uhr

Öffentliche Sitzung:

  1. Behandlung von Bauanträgen
  2. Bericht aus der Bauausschusssitzung
  3. Beratung über Abschluss einer Investitionsvereinbarung zur Sportanlage Rogendorf
  4. Errichtung einer Urnensammelstelle am Friedhof
  5. Information, Wünsche und Anträge
  6. Anerkennung der Niederschrift über die öffentliche Sitzung am 12.05.2016

Bogener Zeitung, 13.06.2016

Ein Kompromiss wird gesucht - Verbleib der Kunstausstellung Thema für Markträte

Mitterfels. (erö) Neben Bausachen und der Beratung über den Abschluss einer Investitionsvereinbarung zur Sanierung im Sportheim Rogendorf standen auch der Verbleib der Mitterfelser Kunstausstellung des Verkehrs- und Kulturvereins (VKV) bei der Sitzung des Marktgemeinderates Mitterfels zur Diskussion. Da das Haus des Gastes auf der Ferienanlage des ehemaligen Mondiclubs wegen der Migranten nicht mehr zur Verfügung steht, beschloss der Verein zunächst, die Ausstellung ins Burgmuseum zu verlegen.

Die Verlegung erwies sich jedoch aus verschiedenen Gründen als ungünstig. Die alte Turnhalle sei ebenfalls nicht akzeptabel, meinte man beim VKV. Ungünstig sei auch der Termin in den Sommerferien, sodass die neue Turnhalle für den Verein nicht infrage kommt. Auch die Wärmehalle im Freibad wurde als Alternative angeboten und bei einem Ortstermin mit Bürgermeister Heinrich Stenzel und Vertretern der Marktgemeinde sowie des VKV besichtigt. Nun lag dem Gemeinderat ein Schreiben der Vereinsvorsitzenden Sigrun Baumann vor mit der Erklärung, dass die Wärmehalle zwar akzeptiert, die Räumlichkeiten aber nicht ausreichend seien. Der Verein benötige auch die ehemalige Schwimmhalle für die Ausstellung. Hier müssten aus Sicherheitsgründen das  Schwimmbecken überbaut und Stolperstellen wie die Einstiegshilfen beseitigt werden, gab Bürgermeister Heinrich Stenzel zu bedenken. – Umbaumaßnahmen, für die die Marktgemeinde in diesem Jahr nicht die Mittel aufbringen könne. Die vom Verein gewünschte Zusatzbeleuchtung im Eingangsbereich und der Wärmehalle werde von der Gemeinde selbstverständlich installiert, so Stenzel.

Einig war man sich in allen Fraktionen über die kulturelle Bedeutung der inzwischen 47. Kunstausstellung weit über Mitterfels hinaus. Einig war man sich ebenfalls, dass größere Investitionen derzeit finanziell nicht möglich sind. Man bedauerte, dass weder eine räumliche Reduzierung noch der Ausstellungstermin im Sommer für den Verein akzeptabel sind. Ein Kompromiss sollte schnellstens gefunden werden. Allerdings sei der rüde Ton des Schreibens der Sache nicht dienlich, befanden die Räte. Vonseiten der CSU wurde angeregt, über die künftige Nutzung des Hallenbades nachzudenken und den Raum im Winter eventuell für kulturelle Zwecke zu nutzen. Ein Vorschlag zur Güte von Bürgermeister Stenzel war es, die Ausstellung im Herbst in verringertem Umfang in die Wärmehalle zu verlegen, verbunden mit der Aussicht, im nächsten Jahr auch das ehemalige Hallenbad nutzen zu können. Beraten und einstimmig bewilligt wurden Bauanträge, die meist im Freistellungsverfahren weitergeleitet werden konnten. Das betrifft auch den Ortsteil Kreuzkirchen, wo auf der ehemaligen Bundeswehrschießanlage ein Betriebsleiterhaus, ein Aufenthaltsraum und eine überdachte Hackschnitzeltrocknungsanlage bewilligt wurden. Vom Bauausschuss gab der Verkehrsbeauftragte Josef Eckl bekannt, dass die vorgesehenen Markierungen für einen besseren Verkehrsverlauf und Parkmöglichkeiten ausgeführt werden. Die Sanierungskosten des Rogendorfer Sportheims sollen wie vorgeschlagen zu etwa je einem Drittel auf die Marktgemeinde, auf Haselbach und den TSV verteilt werden. Der Verein werde sich vor allem mit Hand- und Spanndiensten beteiligen, erklärte TSV-Vorsitzender und Marktrat Stefan Hafner.

Nach zwölf Jahren läuft die Ruhefrist für einige Urnen aus. Für die Asche dieser Urnen wird die Marktgemeinde eine Sammelstelle anlegen. Die Verwaltung gab bekannt, dass nach der aktuellen Gefährdungsabschätzung an der ehemaligen Deponie in Kreuzkirchen keine schädliche Bodenveränderung besteht. Die Drainage werde weiter beobachtet. Die Kosten für die Gemeinde betragen etwa 20 000 Euro. Kosten und Kopfzerbrechen bereiten der Gemeinde, so wurde bei der Sitzung deutlich, auch die Hochwasserschäden im Perlbachtal mit einer zerstörten Brücke und weggespülten Wanderwegen.