MGR-Sitzung am 29. August 2019

Am Donnerstag, 29. August 2019, um 19:30 Uhr findet im Sitzungssaal des Marktes Mitterfels eine Sitzung des Marktgemeinderates statt.

Tagesordnung - Öffentliche Sitzung:

  1. Beratung und Beschlussfassung über Sanierungskonzept Wohnanlage (hierzu ist Herr Illner vom Planungsbüro HIW anwesend)
  2. Behandlung von Bauanträgen
  3. Bericht aus der Bauausschusssitzung
  4. Bericht aus der Gesellschafterversammlung E-Wald
  5. Beratung über Entwurf einer Unternehmenssatzung für Kommunalunternehmen
  6. Information, Wünsche und Anträge
  7. Anerkennung der Niederschrift über die öffentliche Sitzung am 25.07.2019

 

Sanierungskonzept für Ferienanlage 1 200 Quadratmeter mietbarer Fläche - Infoabend am 18. September – Wohnungen im sozialen Wohnungsbau


Mitterfels. (erö) Auch in der Augustsitzung hat es für den Marktgemeinderat Mitterfels viel Wichtiges zu beraten gegeben. Zunächst stellte Architekt Christian Illner vom Architekturbüro HIW Bogen das Sanierungskonzept für die Wohnanlage an der Steinburger Straße vor.
Das Gelände ist bereits komplett überplant, nun erläuterte Illner detailliert das Sanierungskonzept des ersten Bauabschnittes. Von 20 Appartements werden durch Umbau und Sanierung 18 Wohnungen im sozialen Wohnungsbau errichtet und gefördert. Es entstehen Ein-, Zwei- und Dreizimmerwohnungen mit bis zu 60 Quadratmetern und 1 200 Quadratmetern vermietbarer Fläche.

Außen sparsam

Außen werde sparsam saniert, sagte Illner. Die Dächer seien in gutem Zustand. Vollständig erneuert werden Fenster (mit Sonnenschutz) und Türen, Bäder, Bodenbeläge und die komplette Haustechnik. Alles nach Standard des modernen sozialen Wohnungsbaues. Jede Wohnung erhält ein Kellerabteil. Die Wohnanlage wird an das Nahwärmenetz Mitterfels angeschlossen, die Maßnahmen erfolgen in zwei Bauabschnitten. Die Kosten für den ersten Bauabschnitt betragen 1,3 Millionen Euro. Davon werden 30 Prozent über den sozialen Wohnungsbau gefördert. Für das Grundstück gibt es ebenso eine Förderung.

Auch Grünflächen geplant

Man habe die Pläne bereits bei der Regierung von Niederbayern vorgelegt und stelle nun den Antrag, betonte Bürgermeister Heinrich Stenzel. Mit dem Baubeginn werde im nächsten Frühjahr begonnen. Am Mittwoch, 18. September, will die Marktgemeinde die Pläne an einem Infoabend im Gasthof Fischer der Bevölkerung vorstellen. Dazu gehört auch die Überplanung des gesamten Geländes mit Begegnungsräumen und Grünflächen. Die Baumaßnahme der KJF Regensburg, die auf dem Gelände ein Behindertenwohnheim mit 24 Plätzen errichten will, wurde um ein weiteres Jahr verschoben. Noch einmal behandelt wurde ein Bauvorhaben im Baugebiet Stockäcker, das von der Gemeinde nicht genehmigt, vom Landratsamt jedoch bewilligt wurde. Stenzel schlug vor, das gemeindliche Einvernehmen nachträglich zu erteilen. Dem wurde zugestimmt. Aus dem Bauausschuss berichtete Stenzel, dass die Schaffung von Parkplätzen in der Burgstraße (Firma Pichl) möglich ist. Die fünf öffentlichen Parkplätze liegen auf Gemeindegrund, die Kosten übernimmt die Firma Pichl. Der Antrag auf Sanierung eines Privatweges von der Oberfeldstraße nach Miething wurde abgelehnt, da die Verkehrssicherung womöglich auf die Gemeinde übergehen könnte. Die Anfrage eines Bauherrn, der in einem Gebäude auf dem ehemaligen Schmatzgelände Wohnungen bauen will, wurde zurückgestellt, da man sich im Gemeinderat über die Zufahrt nicht einig war. Man will sich noch einmal mit dem Bauherrn beraten.

Zur Projektumsetzung

Nach einer kurzen Information des Bürgermeisters über die Gesellschafterversammlung E-Wald, der kürzlich von dem norwegischen Energiekonzern Statkraft übernommen wurde, beriet man ausführlich über den Entwurf einer Satzung für ein geplantes Kommunalunternehmen (KU). Nach Beratungen mit den Gemeinden Rattiszell und Niederwinkling will auch die Marktgemeinde diese Einrichtung nutzen, die mit Vorstand und Verwaltungsrat dem Marktrat angegliedert ist und Aufgaben der allgemeinen Daseinsfürsorge übernehmen soll. „Immer im Auftrag des Gemeinderates und unter dem Vorsitz des Bürgermeisters“, stellte Stenzel klar. Das KU übernehme die Ausführung eines Projektes oder einer Aufgabe. Die Sitzungen des Verwaltungsrates sind nicht öffentlich.