Bürgerversammlung 8. Mai 2008

"Die großen Aufgaben angehen" : Bürgerversamlung am 8. Mai 2008


Gut besuchte Bürgerversammlung          Steigende Einwohnerzahlen

Einen Haushalt mit mehr Spielraum und größere Investitionen, die nun möglich seien, stellte Bürgermeister Heinrich Stenzel in der gut besuchten Bürgerversammlung im Gasthaus Kembichl ins Zentrum seiner Ausführungen. Mit dem neuen Gemeinderat werde man versuchen, einige der Aufgaben "anzuschieben". Die Einwohnerzahlen zeigten mit derzeit 2485 Personen eine steigende Tendenz. Zwölf Gemeinderatssitzungen und 21 Ausschusssitzungen waren abgehalten und 23 Bauanträge bearbeitet worden.

Die Haushaltspläne 2007 und 2008 nahmen einen großen Teil der Bürgerversammlung ein. Zunächst legte Stenzel die wichtigsten Zahlen des Haushalts 2007 vor: Veranschlagte Einnahmen und Ausgaben im Haushaltsjahr 2007 2,66 Millionen Euro; abgeschlossen wurde im Verwaltungshaushalt mit 2,76 Millionen Euro. Größte Einnahmen waren die Schlüsselzuweisungen mit 634800 Euro, die Einkommensteueranteil 774514 Euro, die Gewerbesteuer 201784 Euro, die Grundsteuer 258353 Euro und die Konzessionsabgabe der Eon 64257 Euro

Schulden werden weniger

An Kurbeiträgen erhielt die Gemeinde mit knapp 37000 Euro, et­was weniger als veranlagt. Größte Ausgabenposten im Verwaltungshaushalt 2007: Kreisumlage 558000 Euro; VGUmlage an VG Mitterfels knapp 180000 Euro, Schulverbandsumlage 170700 Euro, Personalkostenzuschuss Kindergarten 203942 Euro, davon Zuschuss des Freistaates 88437 Euro; Zinsen für Darlehen 110500 Euro und Defizit Frei und Hallenbad (ohne Abschreibung und Verzinsung) 100700 Euro. An Investitionen wurden unter anderem für die Schulhaussanierung 22300 Euro, für das Eingangsdach der Kreismusikschule 11600 Euro, für das Baugebiet Scheibelsgrub (Rückzahlung BLE) 68100 Euro, für Straßensanierung Hochfeldring und Hacklweg 36100 Euro und Straßenbau Gewerbegebiet/ Wertstoffhof 30500 Euro ausgege­ben. Kanalbau Scheibelsgrub und Baugebiet Oberfeld knapp 43000 Euro, Baugebiet Oberfeld Grunderwerb 103400 Euro, Erschließung 116 300 Euro; Baugebiet Außerfeld Grunderwerb 135800 Euro und Planungskosten 10000 Euro.

Der Schuldenstand habe sich von 2003 bis 2007 kontinuierlich von 2,93 Millionen Euro auf 2,22 Millionen Euro vermindert. Dennoch liege die Pro-Kopfverschuldung mit 895 Euro (2006: 970 Euro) noch immer über dem Landkreisdurchschnitt, so Stenzel. Auch der Haushaltsansatz 2008 wurde vorgelegt. Vermögens­haushalt: Zuführung vom Verwal­tungshaushalt 593000 Euro (Zuführung 2006: 220000 Euro; 2007: 460000 Euro. Mit einer Bilderschau präsentierte Stenzel die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres: Einmal die Dachsanierung im Freibad, die sich zwar witterungsbedingt etwas verzögerte, aber am kommenden Samstag, 17. Mai, zur Baderöffnung mit einem Badfest gebührend gefeiert wird. Hier galt der Dank von Bürgermeister Stenzel vor allem den Vertretern des Badfördervereins, der sich mit zahlreichen Arbeitseinsätzen um den Erhalt des Bades verdient gemacht habe.

Sportler geehrt

Positiv aufgenommen sei die Ehrung verdienter Sportler, die 2007 erstmals vorgenommen wurde und das traditionelle Maibaumaufstellen der Vereine, wofür Stenzel allen Beteiligten Dank sagte. Ein neuer sogenannter permanenter Wanderweg mit zwei Strecken sei eingerichtet, eine Aktion gegen das Springkraut im Perlbachtal gestartet und ein Spender mit Tüten für Hundekot aufgestellt worden. Leider gebe es immer noch Hundebesitzer, die diese Möglichkeit zur Reinhaltung der Gehwege nicht nutzten, sagte Stenzel. Er gab noch einige Termine bekannt: Am Samstag, 17. Mai, ab 12 Uhr, Baderöffnung mit Badfest, Kinderprogramm und LiveMusik; Sonntag, 1. Juni, Regionaltag des Landkreises mit Mitterfelser Marktmeile und Postkartenausstellung des AK Heimatgeschichte. Samstag, 21. und Sonntag, 22. Juni, Mittelalterliches Spectaculum auf der Burg anlässlich der Feiern zu ,,50 Jahre Luftkurort" und ,,40 Jahre Markterhebung Mitterfels". Die Spring­krautbekämpfung im Perlbachtal ist für Samstag, 5. Juli, vorgesehen.

Toilettenbau erwünscht

In der anschließenden Diskussion wurde der dringende Wunsch geäußert, für eine Toilette am Friedhof zu sorgen. Man habe bereits mit der Kirchenverwaltung verhandelt und eine Beteiligung in Höhe von 10000 Euro vorgeschlagen, sich aber noch nicht einigen können, bedauerte Stenzel. Auf die Schließung des Supermarktes am Friedhof angesprochen meinte Stenzel, darauf habe die Marktgemeinde keinen Einfluss. Wo die Poststelle hinkomme, sei ebenfalls noch ungeklärt. Es gebe verschiedene Angebote. Dem Wunsch, am Radweg nach Weingarten eine Ruhebank aufzustellen, werde entsprochen, sagte Stenzel.

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