Zweckverband der Bogenbachgruppe verabschiedet Haushalt

Wasserverkauf ist angestiegen

Am Donnerstag hat eine Verbandsversammlung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Bogenbachtalgruppe im Rathaus der Gemeinde Hunderdorf stattgefunden. Wichtigste Tagesordnungspunkte waren der Prüfungsbericht des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbandes sowie die Beratung und Verabschiedung des Haushaltsplanes 2019. Zu Beginn der Verbandsversammlung berichtete Verbandsvorsitzender Hans Hornberger über die vorausgegangene Sitzung des Werkausschusses. Darin wurden die Aufträge für die notwendige Regenerierung des Brunnens 3.1 bei Hunderdorf und die Neuerstellung des Internetauftritts für den Zweckverband vergeben. Zur Kenntnis nahmen die Verbandsräte auch, dass der Wasserverkauf im Jahr 2018 auf über 469 000 Kubikmeter angestiegen ist. Die Wasserverluste konnten erneut reduziert werden und lagen nun bei rund zwölf Prozent.
Verbandssatzung in einigen Punkten überarbeitet

Der Bericht des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbandes vom 9. Januar 2019 über die überörtliche Prüfung der Jahresrechnungen für die Jahre 2014 bis 2017 wurde zur Kenntnis genommen. Unter anderem soll die Verbandssatzung des Zweckverbandes in einigen Punkten überarbeitet werden. In diesem Zuge beschloss die Verbandsversammlung, dass ab der neuen Wahlperiode kein Werkausschuss mehr eingesetzt wird. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Prüfungsfeststellungen und Verbesserungsvorschläge des Prüfungsverbandes umzusetzen. Die Feststellung sowie die Entlastung des Jahresabschlusses 2017 konnte einstimmig erteilt werden. Zur Kenntnis genommen wurde das Ergebnis des steuerlichen Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2017. Die Bilanzsumme beträgt rund 5,97 Millionen Euro. Der steuerliche Jahresgewinn beläuft sich auf etwa 121 000 Euro. Erfreuliche Zahlen brachte auch die Jahresrechnung für das Jahr 2018. Demnach wurde eine Zuführung an die allgemeine Rücklage in Höhe von etwa 81 000 Euro erreicht. Die allgemeine Rücklage beträgt somit zum 31. Dezember 2018 rund 330 500 Euro. Dieser stehen Schulden in Höhe von rund 1,61 Millionen Euro gegenüber.
2019 Abnahme von 435 000 Kubikmetern errechnet

Den Haushaltsplan 2019 erläuterte dann Geschäftsleiter Manfred Engl. Der Zweckverband rechnet mit einer Wasserabnahmemenge von rund 435 000 Kubikmetern. Zusammen mit den Wasserlieferungen an die Gemeinde Ascha wird mit Einnahmen aus Wasserverkauf von etwa 1,2 Millionen Euro kalkuliert. Durch den Unterhalt von Wasseranschlüssen sowie die Erneuerung von Hausanschlüssen in Haselbach, Johann-Baier-Straße, und in Hunderdorf, Lindfeld, ist mit weiteren Erstattungen zu rechnen. Außerdem sind im Versorgungsgebiet Baugebietserschließungen in Mitterfels „Blumenthal Süd“ und in Hunderdorf „Breitfeld Ost“ geplant. Auf der Ausgabenseite des Wasserzweckverbandes sind Kosten für den Unterhalt von betriebstechnischen Anlagen zu erfassen. So wird der Brunnen 3.1 in Hunderdorf regeneriert. Beim Brunnen 1 in Hunderdorf wird eine oberirdische Brunnenstube errichtet sowie die hydraulische und elektrische Anlage komplett neu installiert. Hierfür fallen Kosten in Höhe von etwa 253 000 Euro an. Für die Auswechslung defekter Absperrschieber und Hydranten sowie Teilerneuerung der Wasserleitung in Haselbach, Johann-Baier-Straße, und die Stilllegung einer Hauptleitung im Bereich Hunderdorf, Lindfeld, wurden Aufwendungen von rund 166 000 Euro angesetzt. Die Verzinsung und Tilgung bestehender Darlehen schlägt mit einem Betrag von 162 100 Euro zu Buche. Des Weiteren musste ein neuer VW Crafter als Ersatz für den defekten Dienstwagen angekauft werden. Der Haushalt erhielt von allen Verbandsräten die Zustimmung. Anschließend wurde über die weitere Vorgehensweise zur Errichtung eines Druckmindererschachtes in Semmersdorf, Gemeinde Haibach, beraten. Nach einer Studie, die der Zweckverband in Auftrag gegeben hat, ist der Hochbehälter in Semmersdorf nicht mehr notwendig. Die Einspeisung über die Wasserversorgung Bayerischer Wald kann auch direkt in das Rohrnetz des Zweckverbandes erfolgen. Dazu ist aber die Errichtung eines neuen Druckmindererschachtes erforderlich. Dieser soll nun schnellstmöglich errichtet werden. Der Verband rechnet hier mit Gesamtkosten in Höhe von etwa 90 000 Euro. Dadurch ist aber eine Sanierung des Hochbehälters Semmersdorf, die auf 630 000 Euro veranschlagt ist, nicht mehr notwendig.
Alte Wasserleitung soll stillgelegt werden

In den Privatgrundstücken zwischen der Taubenstraße und der Lintacher Straße in Hunderdorf verläuft eine alte Wasserleitung DN 200 des Zweckverbandes. Diese Leitung diente früher als Zuleitung zum Hochbehälter in Hoch, Gemeinde Hunderdorf. Nachdem bereits vor Jahren eine neue Zuleitung zum Hochbehälter errichtet wurde und die alte Wasserleitung inzwischen teilweise überbaut wurde und schwer zugänglich ist, soll diese nun stillgelegt werden. Hierfür müssen jedoch mehrere Anwesen neu angeschlossen werden. Die betroffenen Eigentümer werden hier vom Zweckverband gesondert informiert.

Bericht : (en) SR-Tagblatt, 7.5.2019

 

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