Ver­bands­ver­samm­lung des Zweck­ver­ban­des Bo­gen­bach­tal­grup­pe

Ruf­be­reit­schaft auch für Wind­berg


Die Entscheidung über die Übernahme des Rufbereitschaftsdienstes für das Gemeindegebiet Windberg stand im Mittelpunkt der Verbandsversammlung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Bogenbachtalgruppe.
Zunächst nahm das Gremium Kenntnis vom Bericht des Rechnungsprüfungsausschusses. Die stichprobenartige Prüfung der Jahresrechnung 2016 erbrachte keinerlei Grund zur Beanstandung. Der steuerliche Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016, der durch den Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband, München, erstellt wurde, wies einen Gewinn in Höhe von knapp 76 000 Euro aus. Verbandsvorsitzender Hans Hornberger trug den Antrag der Gemeinde Windberg auf Übernahme des Rufbereitschafts- und Entstörungsdienstes für die Wasserversorgungsanlage im Gemeindebereich Windberg durch das technische Personal der Bogenbachtalgruppe vor. Für die Organisation eines ordnungsgemäßen Rufbereitschafts- und Entstörungsdienstes ist die Einrichtung einer Meldestelle, die immer besetzt und erreichbar ist, notwendig. Zudem muss die Beseitigung entsprechender Störungen und Mängel innerhalb einer angemessenen Zeit durch entsprechend ausgebildetes Fachpersonal gewährleistet werden. Die Verbandsversammlung stimmte schließlich der Übernahme des Rufbereitschafts- und Entstörungsdienstes zu, wenn die Gemeinde Windberg die anteiligen Kosten übernimmt und der Zweckverband keinerlei Haftungsansprüche übernehmen muss. Unter Mitteilungen berichtete Hornberger über einen Ausfall der Pumpe im Brunnen 3. Da gleichzeitig Arbeiten an zwei weiteren Brunnen vorgenommen wurden, musste sofort eine neue Pumpe eingebaut werden, um die Wasserversorgung aufrechterhalten zu können. Dank zollte er in diesem Zusammenhang den Wasserwarten, die bis tief in die Nacht gearbeitet haben. Am gleichen Tag wurde auch eine Pumpe im Hochbehälter in Hoch defekt. Auch hier konnte in Zusammenarbeit mit einem örtlichen Betrieb innerhalb weniger Tage ein neues Gerät eingebaut werden. Abgeschlossen ist inzwischen die Regeneration des Brunnens 2. Dabei wurden die aufgrund des sehr eisenhaltigen Grundwassers bereits verschlossenen Filterschlitze gereinigt, sodass der Brunnen wieder eine deutlich bessere Leistung erbringt. Es entstanden Kosten von rund 25 000 Euro. Die Bogenbachtalgruppe bezieht jährlich rund 35 000 Kubikmeter Wasser von der Wasserversorgung Bayerischer Wald. Diese teilte mit, dass der Bezugspreis auf netto 1,18 Euro pro Kubikmeter angehoben wird. In nicht öffentlicher Sitzung wurden die notwendigen Ingenieurleistungen für die Erneuerung der hydraulischen und elektrischen Anlage im Brunnen 1 vergeben. Dieser wird seit einigen Wochen überbohrt und dann mit neuen Voll- und Filterrohren ausgebaut. Für die Sanierung des Brunnens entstehen Gesamtkosten von rund 400 000 Euro. Die Inbetriebnahme soll bis Mitte 2018 erfolgen. Dann werden alle fünf Brunnen des Zweckverbandes voll funktionsfähig sein. In Zukunft werden aber regelmäßige Regenerierungsmaßnahmen an allen Brunnen durchgeführt, um auch weiterhin die Leistungsfähigkeit der Brunnen zu gewährleisten. In den nächsten Jahren sollen die notwendigen Sanierungsmaßnahmen an den Hochbehältern in Hoch, Gemeinde Hunderdorf, und Semmersdorf, Gemeinde Haibach, sowie an der Aufbereitungsanlage im Wasserwerk und der elektrischen Schaltanlage in Angriff genommen werden.

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