Verbandsversammlung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung

Hochbehälter müssen saniert werden - Zweckverband stellt die Bauzustandsanalysen dar – Wasserbestellmenge wird reduziert

Im Mittelpunkt der Verbandsversammlung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Bogenbachtalgruppe haben die Vorstellung der Ergebnisse der durchgeführten Bauzustandsanalysen bei den Hochbehältern Hoch, Semmersdorf und Ried gestanden. Die Versammlung fand am Montag im Rathaus der Gemeinde Hunderdorf statt.

Verbandsvorsitzender Hans Hornberger gab bekannt, dass die Gemeinde Hunderdorf für den ausgeschiedenen Gemeinderat Claus Iturralde Bluhme nun Johann Häusler als neuen Verbandsrat bei der Bogenbachtalgruppe bestellt hat.

Anschließend machte Ulrich Dirscherl vom Ingenieurbüro Hausmann und Rieger aus Buch am Erlbach deutlich, dass die Hochbehälter des Zweckverbandes in Hoch und Ried, Gemeinde Hunderdorf, beziehungsweise in Semmersdorf, Gemeinde Haibach, saniert werden müssen.

Verbesserungen erforderlich

Im Rahmen der durchgeführten Bauzustandsanalysen wurden die Zuwegung zu den Gebäuden, der Gebäudezustand im Innen- und Außenbereich inklusive Wasserkammern sowie die hydraulische und elektrische Anlage in den Hochbehältern geprüft. Demnach sind bei allen Behältern deutliche Verbesserungen an den Zugängen zu den Gebäuden, Wasserkammern und Rohrkellern erforderlich. Im Innenbereich der Behälter sind die Rohrleitungen sowie Rohrdurchführungen zu erneuern. Außerdem müssen Lüftungsanlagen installiert werden. Nach einer Sanierung der beschädigten Betonflächen muss die Beschichtung in den Wasserkammern neu aufgetragen werden. Hier käme entweder eine mineralische Beschichtung oder eine Auskleidung aus Edelstahl oder Polyethylen infrage.

Neue Abdichtungen

Im Außenbereich sind die Erdbehälterabdichtungen sowie die Dämmungen komplett zu erneuern. Der Standort sowie die Absicherung der vorhandenen Netzersatzanlage im Hochbehälter Hoch sollten überarbeitet werden. Das Ingenieurbüro schätzt die Kosten für die Sanierung der beiden Hochbehälter in Hoch auf rund 1,1 Millionen Euro. Für die Hochbehälter in Semmersdorf und Ried ist jeweils ein Betrag von rund 530 000 Euro anzusetzen. Bevor über das weitere Vorgehen entschieden wird, sieht das Ingenieurbüro eine Rohrnetzberechnung für zwingend erforderlich an. Stellvertretender Geschäftsleiter Manfred Engl erläuterte das Ergebnis der Jahresrechnung 2015. Demnach konnte im Verwaltungshaushalt ein Überschuss in Höhe von rund 198 000 Euro erwirtschaftet werden. Am Jahresende wurde ein Betrag von rund 634 000 Euro an die allgemeine Rücklage zugeführt. Darin enthalten ist jedoch ein Darlehen in Höhe von 450 000 Euro, das bereits für anstehende Maßnahmen im Jahr 2016 abgerufen war.

Die Sanierung des Brunnen vier bei Hunderdorf brachte den gewünschten Erfolg. Inzwischen wurden die Überbohrung sowie der Neuausbau mit Voll- und Filterrohren und die Einbringung des Filtermaterials in den Brunnen abgeschlossen. Im Rahmen eines Pumpversuches wurde eine Brunnenleistung von zehn Litern pro Sekunde nachgewiesen. Auch der neue Brunnenschacht wurde bereits montiert. Bisher wurden bereits rund 445 000 Euro für die Sanierung aufgewendet. Die Inbetriebnahme des Brunnens soll spätestens Ende September 2016 erfolgen.

Deutliche Einsparung

Eine deutliche Einsparung von jeweils rund 8 000 Euro ergibt sich in den Jahren 2017 bis 2019 bei den Stromkosten durch das Ergebnis der Bündelausschreibung für die Stromlieferung. Eine weitere Kostenreduzierung soll durch die Änderung des Wasserlieferungsvertrages mit der Wasserversorgung Bayerischer Wald erreicht werden. Demnach wird der Zweckverband eine Reduzierung der Bestellmenge von 45 000 auf 30 000 Kubikmeter pro Jahr beantragen.

Der Verbandsvorsitzende referierte über die derzeit laufende Wasserleitungserneuerung in Mitterfels, Hubrichstraße. Dabei musste die ursprüngliche Planung etwas geändert werden. Die Arbeiten gehen aber zügig voran und können wohl Anfang August abgeschlossen werden. Fertiggestellt wurde inzwischen der Ausbau eines Büroraumes.

Im weiteren Sitzungsverlauf wurden die Aufträge für die Ausführung der hydraulischen und elektrischen Arbeiten im Zuge der Sanierung des Brunnen vier sowie die Erneuerung der Zaunanlage rund um das Brunnengrundstück vergeben. Nach Fertigstellung des Brunnen vier soll der Brunnen 3.1 regeneriert werden. Auch hier wurde der Auftrag an den wirtschaftlichsten Anbieter vergeben.

Bogener Zeitung 22.07.2016

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