Wasserzweckverband beschließt Haushalt

Deutlich weniger Wasserverluste Nur noch wenige Lecks – Wasserzweckverband beschließt Haushalt

Mitterfels. (en) Der Haushaltsplan stand im Mittelpunkt der Verbandsversammlung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Bogenbachtalgruppe am Montag im Rathaus Mitterfels. Dieser weist im Verwaltungshaushalt Einnahmen und Ausgaben von knapp 1,9 Millionen Euro sowie im Vermögenshaushalt Einnahmen und Ausgaben von 851 900 Euro auf.

Zu Beginn der Sitzung berichtete Verbandsvorsitzender Hans Hornberger dem Gremium von der letzten Sitzung des Werkausschusses. Demnach sind im Jahr 2015 die eigene Wasserförderung und somit die Stromkosten sowie der Zukauf von Wasser vom Zweckverband Wasserversorgung Bayerischer Wald deutlich zurückgegangen. Erfreulich jedoch sei, dass der Wasserverkauf an die Abnehmer auf insgesamt rund 426 000 Kubikmeter gestiegen ist.

Die Wasserverluste konnten deutlich reduziert werden und betrugen etwa 15 Prozent. Bei der Überprüfung des Rohrnetzes auf Leckagestellen konnten nur wenige schadhafte Stellen am Rohrnetz ermittelt werden, informierte Hornberger. Im Zuge eines Bauvorhabens muss eine vorhandene Wasserleitung im Bereich der Straubinger Straße und Bahnhofstraße in Haselbach umgebaut werden.

Stellvertretender Geschäftsleiter Manfred Engl erläuterte anschließen daran den Entwurf des Haushaltsplanes für das Jahr 2016. Mit rund 1,15 Millionen Euro stellen die Wassergebühren die wichtigsten Einnahmen des Zweckverbandes dar. Durch Herstellungsbeiträge, Grundstücksanschlusskosten, Erlöse aus einer Photovoltaikanlage sowie Erstattungsbeträgen der Mitgliedsgemeinden für die Erstellung oder Auswechslung von Hydranten werden außerdem weitere Einnahmen erzielt.

Im Haushaltsjahr wird der Brunnen 4 bei Hunderdorf saniert. Hierfür wurde ein Betrag von netto 420 000 Euro veranschlagt. Auch eine Regenerierung des Brunnens 3.1 ist im Haushaltsplan vorgesehen. Der Zustand der Hochbehälter in Hoch und Ried, Gemeinde Hunderdorf sowie in Semmersdorf, Gemeinde Haibach, wird von einem Ingenieurbüro geprüft. Im Wasserwerk wird ein Büroraum für die Bediensteten eingerichtet.

Ingenieurbüro soll Stromeinsparungen prüfen

Im Zuge der Erschließung von Baugebieten durch die Mitgliedsgemeinden werden in den Erschließungsstraßen neue Hauptwasserleitungen verlegt. Für den Austausch defekter Absperrschieber und Hydranten, die Erneuerung der Hauptleitung und der Grundstücksanschlüsse im Bereich der Hubrichstraße in Mitterfels sowie der Reparatur von Rohrbrüchen und Schadensfällen am Rohrnetz und den Einkauf von Austauschwasserzähler wurden Gesamtkosten von 260 000 Euro im Haushalt veranschlagt. Begonnen wurde bereits mit der Erstellung eines grafischen Informationssystems.

Um eine Reduzierung der Stromkosten von derzeit etwa 85 000 Euro erreichen zu können, soll durch ein geeignetes Ingenieurbüro eine Untersuchung der Anlagen auf Möglichkeiten zum Energiesparen durchgeführt werden. Die Verwaltung rechnet am Ende des Haushaltsjahres 2016 mit einem Schuldenstand von etwa 1,88 Millionen Euro. Die Verbandsversammlung stimmte dem Haushaltsplan 2016 mit Haushaltssatzung sowie dem Finanzplan und dem Stellenplan jeweils einstimmig zu.

Im Bereich des Baugebietes Lindfeld I und II in Hunderdorf wurde ein Wasserdruck gemessen, der knapp unter den Vorgaben liegt. Probleme treten insbesondere auf, wenn an den vorhandenen Hydranten Wasser entnommen wird. Die Verbandsversammlung beschloss daher die Errichtung einer Drucksteigerungsanlage in einer gemeindlichen Grünfläche im Bereich Lindfeld. Die Anlage soll baldmöglichst installiert werden.

Bereits seit Dezember 2015 wird der Brunnen 4 bei Hunderdorf saniert. Dabei mussten die vorhandene Verrohrung und der Filterkies komplett aus dem Brunnen entfernt werden. Anschließend wurde der Brunnen überbohrt und mit Voll- und Filterrohren aus Edelstahl neu ausgebaut. Der durchgeführte Pumpversuch erbrachte eine Ergiebigkeit von rund zehn Liter pro Sekunde. Aufbauend auf die Ergebnisse des Pumpversuchs erfolgt nun die Planung und Ausschreibung der hydraulischen Anlage. Nach derzeitigem Stand kann der Brunnen wohl frühestens im September wieder in Betrieb genommen werden.

Auch der Brunnen 1 muss saniert werden

Zum Abschluss des öffentlichen Teils der Versammlung gab der Verbandsvorsitzende bekannt, dass Untersuchungen am Brunnen 1 beim Wasserwerk in Hunderdorf gezeigt haben, dass auch hier ein kompletter Rückbau der vorhandenen Holzfilter mit Filterkies und ein Neuausbau des Brunnens erforderlich wird. Diese Arbeiten sollen nach Möglichkeit im Jahr 2017 durchgeführt werden.

Bogener Zeitung 07.05.2016

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