Wassergebühren werden angehoben

Zweckverband zur Wasserversorgung der Bogenbachtalgruppe tagte

Hunderdorf. (en) Am Montag hat im Rathaus Hunderdorf eine Versammlung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Bogenbachtalgruppe stattgefunden. Dabei wurden die Verbandsräte über den anstehenden Sanierungsbedarf an den Brunnen, Hochbehältern und der Aufbereitungsanlage unterrichtet.

Nachdem Verbandsvorsitzender Hans Hornberger das Verbandsgremium über die beiden letzten Sitzungen des Werkausschusses informiert hatte, berichtete stellvertretender Geschäftsleiter Manfred Engl über den derzeitigen Zustand der Wasserversorgungsanlagen. Im Frühjahr 2015 wurde der Brunnen 3.1 mit einem Kostenaufwand von rund 45 000 Euro netto saniert. Mitte Dezember beginnen nun der Rückbau, die Überbohrung und der Neuausbau des Brunnens 4. Hier wird mit Gesamtkosten von rund 450 000 Euro gerechnet. Im Juni 2015 wurde eine Verkeimung im Brunnen 1 festgestellt. Als Ursache wird eindringendes Oberflächenwasser vermutet. Eine Kamerabefahrung ergab, dass der Brunnen im derzeitigen Zustand nicht mehr betrieben werden kann, da er ansonsten einbrechen könnte. Die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen müssen in Abstimmung mit einem Sachverständigenbüro noch genau festgelegt werden, es wird aber auch hier mit Kosten von rund 250 000 bis 350 000 Euro gerechnet. Die Brunnen 2.1 und 5 sind derzeit noch in einem guten Zustand.

Hochbehälter bewährt

Nach Abschluss der erforderlichen Brunnensanierungen muss die Aufbereitungsanlage in Angriff genommen werden. Die bestehende Anlage ist bereits über 50 Jahre in Betrieb und wurde in dieser Zeit lediglich erweitert. Sie ist daher am Ende ihrer Haltbarkeit angelangt und muss innerhalb der nächsten Jahre erneuert werden.

Der neue Hochbehälter Hinterbuchberg mit einem Fassungsvermögen von 1 700 Kubikmetern wurde im Jahr 2014 eingeweiht und hat sich gerade im trockenen Jahr 2015 hervorragend bewährt. Die anderen Hochbehälter in Ried und Hoch, Gemeinde Hunderdorf, und in Semmersdorf, Gemeinde Haibach, sind in den nächsten Jahren unbedingt zu sanieren.

In den letzten Monaten hat die Verwaltung die Grundlagen für die Neukalkulation des Herstellungsbeitrages für den Anschluss an die Wasserversorgungsanlage des Zweckverbandes ermittelt. Neuanschließer müssen zukünftig einen Beitrag in Höhe von netto 1,09 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche sowie netto 4,19 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche bezahlen. Die gleichen Beitragssätze gelten ab 1. Januar auch für die Vergrößerung der beitragspflichtigen Grundstücks- und Geschossflächen.

Gebühren neu berechnet

Nachdem die Wassergebühren zuletzt nur für das Jahr 2015 kalkuliert waren, musste auch hier eine Neuberechnung vorgenommen werden. Die Verbandsversammlung beschloss schließlich entsprechend der Kalkulation des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbandes, München, eine Anhebung der Gebühren zum 1. Januar 2016. Als Kalkulationszeitraum wurden dabei vier Jahre zugrunde gelegt. Die Grundgebühr beträgt zukünftig bei Verwendung eines Wasserzählers mit Dauerdurchfluss bis vier Kubikmeter pro Stunde netto 122 Euro pro Jahr. Die Verbrauchsgebühr beträgt wie bisher 1,95 Euro pro Kubikmeter Wasser. Die Verwaltung legte die Hauptgründe für die erforderliche Gebührenerhöhung dar. Demnach ging zum einen der Wasserverkauf an die Gemeinde Ascha im Jahr 2015 zurück. Auf der Ausgabenseite waren die Lohnkosten bisher zu niedrig angesetzt. Durch die Untersuchung des Sanierungsbedarfes an den Hochbehältern und Brunnen entstehen zusätzliche Kosten. Die Regenerierung der Brunnen schlägt alleine mit rund 35 000 Euro pro Jahr zu Buche. Im Jahr 2018 ist eine erneute Überprüfung des Rohrnetzes auf Leckagestellen geplant.

120 00 Euro für Reparaturen

In den nächsten Jahren werden jeweils rund 120 000 Euro für Reparaturen von Rohrbrüchen und die Erneuerung von Absperrschiebern, Hydranten und Schächten im Rohrnetz veranschlagt. Zudem muss eine Wasserleitung in Mitterfels ausgewechselt werden. Auch für die Fortbildung des Personals werden entsprechende Mittel aufgewendet. Bereits für das Jahr 2017 ist die Überprüfung der gesamten Anlagen hinsichtlich Energieeinsparmöglichkeiten geplant. Die Umlage an den Geschäftsstellenzweckverband Aitrachtal-, Buchberg-, Irlbach- und Spitzberggruppe ist ebenfalls deutlich höher, als bei der letzten Kalkulation angesetzt, da der Geschäftsstellenzweckverband zum einen mehr Verwaltungsaufgaben übernommen hat, als zunächst geplant war und auch im technischen Bereich Personal zur Verfügung stellt.

 

 


Hunderdorf. (en) Am Montag, 16. November, findet um 19.30 Uhr im Rathaus der Gemeinde Hunderdorf, Sollacher Straße 4 (Sitzungssaal), eine Verbandsversammlung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Bogenbachtalgruppe statt.

Im öffentlichen Teil ist folgende Tagesordnung vorgesehen:

  • Genehmigung der Niederschrift vom 30. Juni; Bericht über die Sitzung des Werkausschusses vom 21. Juli sowie vom 14. Oktober;
  • Teilbericht über die überörtliche Prüfung der Jahresrechnungen 2011 bis 2013 durch den Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband, München, für das Prüfungsgebiet der Bauausgaben „Neubau Hochbehälter Hinterbuchberg und erdverlegter Rohrleitungsbau im Zuge dieser Maßnahme“;
  • Feststellung und Entlastung der Jahresrechnung 2014;
  • Sanierungsbedarf an den Brunnen des Zweckverbandes;
  • Sanierungsbedarf an der Aufbereitungsanlage im Wasserwerk Hunderdorf und an der elektrischen Anlage;
  • Sanierungsbedarf an den Hochbehältern und Pumpstationen des Zweckverbandes;
  • Neukalkulation des Herstellungsbeitrages für den Anschluss an die Wasserversorgungsanlage;
  • Neukalkulation der Wassergebühren für den Kalkulationszeitraum 1. Januar 2016 – 31. Dezember 2019; eventuell Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung;
  • Erneuerung der Wasserleitungen in Mitterfels, Hubrichstraße und Weiherfeldring (teilweise);
  • Erstellung eines Grafischen Informationssystems (GIS);
  • Sonstiges.

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