Sitzung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Bogenbachtalgruppe

Neue Gebührenkalkulation

Mitterfels. (en) Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 sowie die Durchführung eines Energieaudits und einer Energieeffi-zienzuntersuchung standen im Mittelpunkt der vergangenen Verbandsversammlung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Bogenbachtalgruppe.

Steuerberater Johannes Fruhstorfer aus Bogen stellte dem Gremium zunächst die Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember vor. Demnach entstand im Rechnungsjahr ein steuerlicher Verlust von rund 139 000 Euro. Die Bilanzsumme beträgt rund 5,27 Millionen Euro.

Kreditrahmen nur unter Vorbehalt ausschöpfen

Verbandsvorsitzender Hans Hornberger gab bekannt, dass das Landratsamt Straubing-Bogen den Haushaltsplan 2015 sowie die darin enthaltene Kreditaufnahme von 450 000 Euro mit Schreiben vom 23. April unter Auflagen genehmigt hat. Demnach darf der Kreditrahmen nur ausgeschöpft werden, wenn die Ausgaben im Vermögenshaushalt nicht durch außerordentliche Einnahmen oder Einsparungen bei den Ausgaben gedeckt werden können.

Außerdem sind die Wasserbenutzungsgebühren ab 2016 unter Berücksichtigung des mittelfristigen Sanierungsbedarfes neu zu kalkulieren.

Dies war aber ohnehin geplant, da die aktuelle Gebührenkalkulation nur für dieses Jahr durchgeführt wurde. Darüber hinaus soll der Zweckverband ein Konzept vorlegen, wie die dauernde Leistungsfähigkeit des Verbandes wieder hergestellt werden kann. Im nächsten Tagesordnungspunkt wurde die bestehende Zweckvereinbarung mit dem Geschäftsstellenzweckverband Aitrachtal-, Buchberg-, Irlbach- und Spitzberggruppe ergänzt. Der Geschäftsstellenzweckverband betreibt eine Geschäftsstelle für seine Mitgliedszweckverbände und stellt seit Januar Personal zur Verfügung. Mit der neuen Vereinbarung werden nun auch Arbeiten im Bereich Kassenverwaltung und Buchhaltung auf den Geschäftsstellenzweckverband übertragen.

Eine Änderung des Energiedienstleistungsgesetzes verpflichtet die Bogenbachtalgruppe bis spätestens Dezember 2015 ein Energieaudit durchführen zu lassen. Dabei wird der Energieverbrauch der gesamten Einrichtung von einem Energieauditor erfasst und ein Bericht über die Möglichkeiten zur Energieeffizienzverbesserung erstellt. Alternativ käme auch die Einführung eines Energiemanagementsystems mit entsprechender Zertifizierung in Frage. Die Verbandsversammlung entschied sich jedoch einstimmig, es bei einem Energieaudit zu belassen. Da die Verwaltung aber aufzeigte, dass im Bereich der Stromkosten großes Einsparpotenzial vorhanden ist, sprachen sich die Verbandsräte einstimmig dafür aus, einen Zuschuss aus dem Förderprogramm „Klimaschutz-Teilkonzept“ für eine Energieeffizienzuntersuchung zu beantragen.

Verbandsvorsitzender Hans Hornberger und Geschäftsleiter Gerhard Scherz hatten dann noch zahlreiche Informationen für die Verbandsräte. Anfang Mai wurden die Dachrinnen und ein Großteil des Daches vom alten Hochbehälter in Hinterbuchberg, Gemeinde Mitterfels, von Unbekannten abmontiert und gestohlen. Der Schaden beläuft sich auf rund 4 500 Euro. Die Stromlieferung für die Jahre 2017 bis 2019 wird im Rahmen der Bündelausschreibung des Bayerischen Gemeindetages vergeben. Die Sanierung des Brunnen 3.1 bei Hunderdorf wurde im Juni mit Gesamtkosten von rund 54 300 Euro abgeschlossen. Auch die Wasserzähler bei den fünf Brunnen sowie beim Ausgang Wasserwerk wurden mit einem Aufwand von rund 10 000 Euro ausgewechselt. Mit der Überprüfung des Rohrnetzes auf Leckagestellen wurde bereits begonnen.

Eigene Maschinen wurden veräußert

Im Zuge einer Umstellung wurden eigene Maschinen und Geräte wie Lastwagen mit Anhänger, Minibagger, Rüttelplatte, Asphaltschneidgerät, Schneepflug, Walze und Grabenverbaueinheiten veräußert. Wie Hornberger weiter bekannt gab, wird der Herstellungsbeitrag für den Anschluss an die Wasserversorgungsanlage im Laufe des Jahres neu kalkuliert. Derzeit werden von der Verwaltung die beitragspflichtigen Grundstücks- und Geschoßflächen ermittelt. Da der Beitrag früher zum Teil über eine Pauschale erhoben wurde, können nicht alle Geschoßflächen aus den Akten ermittelt werden. In den nächsten Wochen werden daher auch schriftliche Auskünfte von den Grundstückseigentümern eingeholt. In diesem Zuge wurde auf die Auskunfts- und Meldepflicht von beitragspflichtigen Veränderungen der Grundstücks- und Geschoßfläche durch die Grundstückseigentümer verwiesen.

Bogener Zeitung | Landkreis Straubing-Bogen | 02.07.2015

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren