Vollzeit- oder Teilzeitbürgermeister : Stellungnahme der CSU/UB Fraktion

In den letzten 20 Jahren sich das Amt des Bürgermeisters verändert.

Viele Aufgaben der Regierung und des Landratsamtes werden auf die Kommunen abgewälzt, was wir ausführlich in unserem Antrag ausgeführt haben.

Nicht nur der bürokratische Arbeitsaufwand und Zeitaufwand nehmen stetig zu. Der Haushalt unserer Gemeinde umfasst derzeit ca. 10 Millionen Euro, und die Gemeinde ist Arbeitgeber für 8 Voll- und 10 Teilzeitbeschäftigte.

 

Die Vorstellung, diese Anforderungen mit einer weiteren beruflichen Aufgabe verknüpfen zu müssen, ist illusorisch. Ein Bürgermeister kann bei dieser Aufgabenvielfalt nicht „Diener zweier Herren“ sein – weder sollte das dem Bürgermeister noch dem Ort Mitterfels zugemutet werden.

Entlohnt wird der Bürgermeister in Vollzeit nach gesetzlich normieren Vorgaben.

Es erübrigt sich nach unserem Dafürhalten die Diskussion auf die monetäre Seite zu beschränken. Denn die Faktoren Rentenansprüche aus der Beamtenversorgung bzw. Ehrensold aus der Gemeindekasse können nicht berechnet werden. Dies spiegelt sich auch in den Zahlen des Verwaltungshaushaltes wieder, in dem im aktuellen Jahr die Aufwendungen für Gemeindeorgane mit ca. 100.000 € aufgeführt sind, Tendenz steigend. Die hoffentlich lange Lebenszeit eines jeden Bürgermeisters lässt sich auch nicht überschlägig berechnen. Kosten können damit nicht über den Zeitraum der Bezüge gegenübergestellt bzw. berechnet werden. Das wäre ein Blick in die Glaskugel und entbehrt jeder rechnerischen Grundlage.

Damit sind für die Entscheidung, ob Mitterfels einen Bürgermeister in Vollzeit oder in Teilzeit verdient hat, andere Kriterien ausschlaggebend. Wir möchten mit unserer Entscheidung die Gemeinde fit für die Zukunft machen und einen Arbeitsplatz für einen engagierten Bürgermeister schaffen, der es sich leisten kann, 100 Prozent seiner Arbeitsleistung und Energie für diesen so wunderbaren Ort aufzuwenden. Das ist das Mindeste, was ein Ort seinem Bürgermeister schuldig ist – aber auch das Mindeste, was ein Ort von seinem Bürgermeister erwarten darf.

Fraktion der CSU/UB

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